Musiknews
Die aktuelle Nightwax 08 hat ist bereits seit mehreren Tagen im Handel, jedoch trotzdem eine Empfehlung für House/Dance/Techno-Fans wert.
BigCityBeats hat sich in den letzten sechs Jahren zu einem der erfolgreichsten Nachtformate in Deutschland entwickelt. Die BCB Ausgabe Nummer 12 gibt es nun ab 17.04 zu kaufen.
Eine Diskothek (kurz: Disko/Disco) ist ein Gastronomiebetrieb,
in dem regelmäßig, vor allem an den Wochenenden, Tanzveranstaltungen
stattfinden. Die Tanzmusik wird in der Regel nicht live aufgeführt.
Stattdessen wird sie von Disc-Jockeys (kurz: "DJs") über
aufwändige Lautsprecheranlagen mit Hilfe verschiedener Tonträger
eingespielt.
Die meist laute Musik wird dabei oft durch unterschiedliche technische
Effekte verändert. Viele Diskotheken führen die Bezeichnung
"Nachtclub" oder "Club". In Diskos treffen sich
vor allem junge Leute zum Tanzen sowie zur Anbahnung und Pflege
sozialer Kontakte, meist verbunden mit dem Konsum alkoholischer
Getränke.
Inhaltsverzeichnis
* 1 Begriff
* 2 Geschichte
o 2.1 Die Anfänge
o 2.2 Disco-Music
* 3 Diskotheken heute
* 4 Namensgebung
* 5 Unterschiedliche Arten von Diskotheken
o 5.1 Diskotheken, die stets das gleiche Gebäude nutzen
o 5.2 Diskothekenbetriebe, welche den Veranstaltungsort wechseln
* 6 Einlasspolitik
* 7 Hausverbote
* 8 Kulturelle Bedeutung
* 9 Betriebsweise
* 10 Musikwünsche
* 11 Tonträgerrepertoire
* 12 Originelle Werbemaßnahmen
* 13 Technik
* 14 Sonderveranstaltungen
* 15 Eintrittspreis
* 16 Getränke/Speisen
* 17 Probleme und Konflikte
* 18 Unglücksfälle
* 19 Rekorde
Begriff
Der Begriff "Diskothek" bezeichnete ursprünglich
eine Sammlung von Tonträgern (von griech. Diskos: Scheibe und
Theke: Behältnis, Kasten, Kiste; franz. discothèque,
Analogbildung zu Bibliothek) wie Schallplatten, Tonbänder,
Kassetten, CDs. In den 1960er Jahren entwickelte er sich zur heute
üblichen Bedeutung, als in mehreren Ländern Europas in
Tanzlokalen Bands durch Musik von Schallplatten ersetzt wurden.
Neben festen Disko-Lokalen wird auch eine einzelne, von Privatpersonen
oder Vereinen organisierte Tanzveranstaltung, etwa in einem Mehrzweckraum
oder Festzelt, gelegentlich als "Disco" bezeichnet ("Zeltdisco",
"Feuerwehrdisco"). Solche Veranstaltungen werden meist
nur an einem einzigen Wochenende oder Abend oder doch zumindest
in großen zeitlichen Abständen durchgeführt.
Die Bezeichnung "Disco" tragen außerdem oft Räume,
die für die regelmäßige oder gelegentliche Durchführung
von Tanzpartys hergerichtet worden sind, aber auch für andere
Zwecke verwendet werden können. Man findet solche Discoräume
beispielsweise in Jugendzentren, Jugendherbergen oder Kirchengemeinden.
In den meisten Sprachen tragen Diskotheken einen ähnlichen
Namen wie "Diskothek" (frz. discothèque, jap. ????,
disuko); im Englischen spricht man aber von Club oder Nightclub,
wobei dieser Begriff sowohl Diskotheken im "deutschen"
Sinn (DJs, die Platten auflegen) als auch Orte mit Live-Auftritten
von Bands und Sängern umfasst. Das Wort "disco" bezeichnet
dagegen im Englischen vor allem den Musikstil Disco-Musik.
Geschichte
Die Anfänge
Der eigentliche Erfinder der Diskothek war der österreichische
Kaufmann Franzkarl Schwendinger, der im Jahre 1959 sein exklusives
Aachener Speiselokal "Scotch Club" in die erste Discothek
der Welt verwandelte. Die Schallplatte als "tote" Musik
sollte durch einen DJ lebendig gemacht werden. Vorbild war der Rundfunk,
wo schon seit einiger Zeit moderierende DJs auflegten.
Der für die Eröffnung engagierte DJ erwies sich jedoch
als Flop, da er keinen Kontakt zum Publikum aufnehmen konnte. Um
sich vor der Presse nicht zu blamieren, wurde der damals 19-jährige
Klaus Quirini, der seinerzeit für die Aachener NRZ als Journalist
über die Eröffnung berichten sollte, gefragt, ob er nicht
einmal eine Ansage probieren wolle. Diese war ein voller Erfolg.
Quirini legte ab diesem Zeitpunkt unter dem Pseudonym "Heinrich"
im "Scotch Club" auf. Die erste Discothek der Welt war
geboren. In den USA wurden erst 15 Jahre später Discotheken
eröffnet.
Der Begriff Discothek setzte sich im Rahmen mit dem moderierenden
Disc-Jockey langsam durch. Erst Mitte der sechziger Jahre nahm der
Duden das Wort "Diskothek" auf.
Disco-Music
Anfang der 1970er entwickelte sich die Disco-Music. Um 1973/1974
gingen die frei improvisierenden Beat-Tänzer in den Discos
wieder zur Tanzhaltung über, woraus der Discofox entstand.
Der Disco-Sound sorgte dafür, dass das Modell der Diskothek
in der ganzen Welt populär wurde. Die Diskotheken wiesen außerdem
eine immer auffälligere Technik auf, Licht- und Lasershows
wurden zu Standardelementen in großen Diskotheken.
Berühmt waren in den 70ern Discos wie Studio 54 in New York
oder Ende der 80er der Club Fac 51 Hacienda in Manchester.
Diskotheken heute
Auch heute ist es meist üblich, in Diskotheken nicht paarweise,
sondern alleine zu tanzen. Manche Besucher verwenden die Tanzfläche
als Bühne, um anderen ihre tänzerischen Fähigkeiten
vorzuführen und sich dabei mit ihnen zu messen. Da dies mitunter
viel Platz in Anspruch nimmt und bei einigen besonders exzessiven
Tanzstilen auch nicht ganz ungefährlich ist, wird es von anderen
Gästen und den Betreibern nicht unbedingt gerne gesehen.
Im Regelfall wird in unterschiedlichen Diskotheken jeweils schwerpunktmäßig
eine bestimmte Musikrichtung gespielt, um ein Stammpublikum an das
Lokal zu binden. Im Rahmen von zuvor durch Aushang oder Flugzettel
angekündigten Sonderprogrammen wird aber gelegentlich von diesem
Prinzip abgewichen und vorübergehend ein anderer musikalischer
Schwerpunkt gesetzt ("Techno-Night", "Black-Music-Night").
Prinzipiell darf in einer Diskothek jedes nichtindizierte Musikstück
gespielt werden.
Viele Jugendliche und junge Erwachsene sind bereit, an Wochenenden
lange Fahrstrecken und Anreisezeiten in Kauf zu nehmen, um alleine
oder in Gruppen ihre Lieblingsdiskothek aufzusuchen.
Namensgebung
Die meisten Diskotheken tragen werbewirksame Namen, die den Besuchern
Spaß und Tanz verheißen ("Fun-Factory"). Oft
kommen die Namen aber auch aus der Mythologie, um etwas Geheimnisvolles,
Spezielles zu versprechen. Speziell im ehemaligen Ostteil Berlins
etablierten sich Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre zahlreiche
Clubs, die in lehrstehenden Gebäuden oft auch illegal betrieben
wurden. Namen wie "Tresor", "Bunker" oder "WMF"
verweisen auf die urspüngliche Nutzung des jeweiligen Gebäudes,
in diesen Fällen auf den Keller einer ehemaligen Bank, einen
Luftschutzbunker und das ehemalige WMF-Haus. In letzter Zeit wurden
zahlreiche Diskotheken einer Kette auch nach in der Nähe vorbeilaufenden
Autobahnen benannt (zum Beispiel das "A7" in Kassel, das
"A65" in Kandel, das "A66" in Frankfurt am Main,
das "A23" in Heide, das "A6" in Kaiserslautern,
das "A1" in Lübeck, das "A5" in Darmstadt
und Karlsdorf, das "A9" in Bayreuth, das "B29"
in Schwäbisch Gmünd sowie das "B9" in Koblenz)
.
Unterschiedliche Arten von Diskotheken
Es gibt unterschiedliche Arten von Diskotheken, die sich sowohl
in ihrer Größe unterscheiden als auch in ihrer jeweiligen
Zielgruppe. Es gibt Diskotheken, die stets das gleiche Gebäude
nutzen und welche, die für jede Veranstaltung meist ein anderes
Gebäude anmieten. Meist werden als Diskothek nur solche Veranstaltungsbetriebe
bezeichnet, welche stets das gleiche Gebäude nutzen und jedes
Wochenende geöffnet haben. Diskotheken in festen Gebäuden,
die nicht jedes Wochenende geöffnet haben, werden meist als
Veranstaltungsgebäude bezeichnet. Im Regelfall werden Diskothekengebäude
während der Nichtöffnungszeiten nicht für andere
Zwecke genutzt.
Diskotheken, die stets das gleiche Gebäude nutzen
Großraumdiskotheken, die meist in Gewerbe- oder Industriegebieten
an Stadträndern, oft aber auch im ländlichen Raum zu finden
sind, bestehen häufig aus mehreren voneinander getrennten einzelnen
Diskotheken ("Floors"), die dem Besucher nach Zahlung
des Eintrittsentgeltes offenstehen. Dieses Konzept hat für
den Betreiber den Vorteil, dass er mehrere Musikrichtungen zur gleichen
Zeit anbieten und somit ein möglichst breites Publikum ansprechen
kann. Viele Großraumdiskotheken verfügen außerdem
über separate Ruheräume ("Chill-Out-Zones")
und oft auch über eine eigene Speisegastronomie. Manche verfügen
auch über eine Sommerterrasse oder haben andere architektonische
Besonderheiten wie ein aufklappbares Dach.
In Kleinstädten und im ländlichen Raum gibt es außerdem
viele kleinere Tanzlokale, die am Ort vielfach konkurrenzlos sind
und zumeist von der lokalen Jugend aufgesucht werden. Diese Diskotheken
werden gelegentlich als "Bauerndiscos" verspottet. Der
Übergang zwischen diesen Diskotheken zu den Großraumdiskotheken
ist fließend.
Vor allem in größeren Städten konkurrieren meist
mehrere Nachtclubs miteinander, die sich oft in ihren Zielgruppen
unterscheiden. Das wird vor allem an Unterschieden in den jeweils
vorherrschenden Musikrichtungen sowie der Preispolitik einer Diskothek
deutlich. So gibt es unter anderem Tanzlokale, die durch Musikauswahl
und Ausstattung gezielt ein älteres Publikum (etwa die Gruppe
der über Dreißigjährigen) ansprechen.
In Großstädten finden sich darüber hinaus so genannte
"Szene-" oder "Edeldiskotheken", die sich meist
durch eine rigide Auswahl ihrer Gäste auszeichnen und sich
unter anderem damit schmücken, regelmäßig auch von
Prominenten aufgesucht zu werden. Für diese besonderen Gäste
steht meist zusätzlich eine spezielle, von der übrigen
Diskothek abgetrennte "VIP-Lounge" zur Verfügung.
Zutritt zu diesem Bereich erhält nur ein kleiner, handverlesener
Kreis von Gästen. Allerdings ist nicht unbedingt zu erwarten,
dass diese Diskotheken über eine besondere Ausstattung oder
spezielle Effekte verfügen, die in anderen Diskotheken nicht
existieren.
Diskothekenbetriebe, welche den Veranstaltungsort wechseln
Neben den Betreibern aus der Gastronomiebranche, die sich vom Betrieb
der Diskothek einen finanziellen Gewinn versprechen, gibt es vereinzelt
auch gemeinnützige Träger wie Kirchengemeinden oder öffentliche
Jugendzentren, die einen Bereich ihrer Räumlichkeiten für
die gelegentliche oder regelmäßige Durchführung
von Tanzpartys hergerichtet haben und diesen als "Disco"
bezeichnen. Die technische Ausstattung dieser Diskotheken ist nicht
mit professionell betriebenen Tanzlokalen vergleichbar. Außerdem
unterscheiden sie sich meist dadurch, dass kein oder nur ein geringes
Eintrittsentgelt erhoben wird, ein striktes Alkohol- und Nikotinverbot
herrscht und die Tanzveranstaltungen unter der Aufsicht von Pädagogen,
Sozialarbeitern oder anderen volljährigen Helfern durchgeführt
werden und bereits am frühen Abend enden. Da unter diesen Voraussetzungen
auch Minderjährigen der Zutritt gewährt werden kann, wird
diese Art von Diskotheken manchmal auch als "Kinderdiscos"
bezeichnet. Von den Kindern und Jugendlichen, die sie regelmäßig
besuchen, wird meist Mitarbeit erwartet, z.B. als Disk-Jockeys,
Thekendienst oder beim Aufräumen nach dem Ende einer Veranstaltung.
Eine weitere Kategorie sind Wanderdiskotheken. Sie nutzen, ähnlich
wie von Jugendzentren und gemeinnützigen Tägern veranstaltete
Diskotheken, angemiete Räumlichkeiten, Festzelte oder Veranstaltungsgelände
im Freien und bauen auch meist nach jeder Veranstaltung ihre Gerätschaften
ab. Im Unterschied zu ersteren sind sie aber kommerziell orientiert.
Wanderdiskotheken sind vor allem in ländlichen Gebieten verbreitet.
Durch behördliche Auflagen bedingt, müssen solche Diskotheken
meist früher schließen als solche in festen Gebäuden.
Einlasspolitik
Nicht nur "Szenediscos" treffen bereits im Eingangsbereich
eine Vorauswahl ihrer Gäste. In vielen Diskotheken entscheidet
ein "Türsteher", der für die Geschäftsleitung
das Hausrecht ausübt, anhand von bestimmten Vorgaben, ob ein
Gast Einlass findet oder nicht (z.B. Garderobe). Gesetzliche Regelungen
bezüglich des Einlasses in Diskotheken bestehen nur im Rahmen
des Jugendschutzgesetzes. Prinzipiell kann darüber hinaus jeder
Betreiber selbst festlegen, wer Einlass erhält und wer nicht.
Abgewiesen werden vor allem stark alkoholisierte Personen oder
Personen, die schon am Eingang durch aggressives Auftreten auffallen.
Viele Betreiber weisen ihr Sicherheitspersonal außerdem an,
ausländische Besucher entweder nur in geringer Anzahl oder
sogar überhaupt nicht einzulassen. In diesem Zusammenhang wird
immer wieder der Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit gegen Diskothekenbetreiber
erhoben.
In Clubs, die Wert auf ein besonders exklusives Image legen, wird
außerdem stark auf das äußere Erscheinungsbild
der Besucher geachtet. Besuchswillige, die bestimmten gesellschaftlichen
Schönheitsidealen nicht entsprechen, deren Kleidung als unpassend
empfunden wird oder die aus sonstigen Gründen nicht zur gewünschten
Zielgruppe gehören, wird der Zutritt verwehrt.
Oft wird aber auch in Diskotheken mit einer weniger rigiden Einlasspolitik
Gästen mit Sportschuhen der Eintritt verwehrt. Es wird befürchtet,
dass sich in den tiefen Schuhrillen scharfkantige Ablagerungen befinden
könnten, die als Gefahr für den polierten Boden der Tanzfläche
angesehen werden.
Hausverbote
Personen, die in einer Diskothek Straftaten begehen oder den Vorgaben
und Wünschen des Inhabers in anderer Weise zuwider handeln,
können des Lokals verwiesen werden. Auch der spätere Wiedereinlass
kann vorübergehend oder dauerhaft untersagt werden. Die häufigsten
Gründe für ein solches Hausverbot sind Schlägereien
und Drogendelikte, es können aber auch Hausverbote wegen Sachbeschädigungen
und gefährlicher Tanzkunststücke vorkommen. Grundsätzlich
liegt die Aussprache von Verweisen und Hausverboten im Ermessen
des Inhabers.
Kulturelle Bedeutung
Neben ihrer grundsätzlichen Bedeutung zur Anbahnung und Pflege
sozialer Kontakte sind Diskotheken oft auch die Geburtsstätten
von besonderen Phänomenen der Jugendkultur. Vor allem in großstädtischen
"Szeneclubs" werden immer wieder neue Trends geboren,
die sich immer weiter fortpflanzen und schließlich verselbstständigen.
So werden zu neuen oder wiederentdeckten Musikrichtungen eigene
Tanzstile kreiert. Musikrichtungen werden außerdem oft mit
einem bestimmten Lebensgefühl verbunden, das bis in die Alltagswelt
ausstrahlt und sich unter anderem durch eine besondere, wiedererkennbare
Art ihrer Anhängerschaften auszeichnet, sich zu kleiden.
Die Bedeutung von Diskotheken für die Jugendkultur wird immer
häufiger auch von kommerziellen Unternehmen genutzt, deren
Produktpalette ganz oder teilweise auf ein jugendliches Publikum
zielt. Die Diskothek hat deshalb in den vergangenen Jahren eine
zunehmend größere Bedeutung als Schaufenster für
neue, zielgruppenrelevante Produkte gewonnen. Deren Anbieter hoffen,
dass sich ihre Marke im Diskothekenumfeld unter Jugendlichen zum
"Kult" entwickelt, wodurch es möglich wird, einen
deutlich höheren Verkaufspreis für die Produkte zu verlangen.
Gezielte Werbestrategien und mit dem Betreiber abgestimmte Promotionsaktionen
innerhalb von ausgewählten Diskotheken helfen dabei, dieses
Ziel zu erreichen.
Betriebsweise
In Deutschland sind Diskotheken rechtlich gesehen Schankwirtschaften,
also Gaststätten. Die meisten Diskotheken sind Einzelbetriebe.
Allerdings kann es auch vorkommen, dass mehrere Diskotheken dem
gleichen Betreiber gehören. Solche Diskotheken sind meist ähnlich
gestaltet und verfügen über ein ähnliches Musikprogramm,
oder einen ähnlichen Namen (z.B. "A52; "A66";
etc) Daneben gibt es auch große Diskothekenketten. Die bekannteste
Diskothekenkette in Deutschland ist Fun & Lollipop, deren Diskotheken
sich durch ähnliche Programme und ähnliche Gestaltung
der Räumlichkeiten auszeichnen.
Musikwünsche
In "angesagten" Diskotheken ist die Erfüllung von
Musikwünschen meist nicht möglich, allenfalls durch Bestechung
des DJs mit hohen Geldbeträgen, Bargeld oder mit Getränken.
Zumeist ist jedoch die Größe der Disko ausschlaggebend:
Besonders in kleinen Diskos, in denen der DJ viele Gäste persönlich
kennt, lässt er sich dazu hinreißen, einzelne Wünsche
zu erfüllen, sofern er den Titel vorrätig hat. In größeren
Diskos wird oft auch eine bauliche Abtrennung zwischen DJ und Tanzvolk
vorgenommen, etwa durch hohe Bühnen.
Tonträgerrepertoire
In den letzten Jahren wurde die Verantwortung über den Tonträgerbestand
in vielen Diskotheken den oft auf Honorarbasis arbeitenden DJs übertragen.
Häufig sind diese selbst Eigentümer der Tonträger
und nehmen sie nach Betriebsschluss nach Hause mit. Hierdurch können
leider nicht immer Musikwünsche der Gäste erfüllt
werden. Allerdings sind die meisten DJs sowieso hierzu nicht bereit,
diese zu erfüllen. Eine weit verbreitete Praxis ist es auch,
den DJ allein für die Auswahl der Musiktitel verantwortlich
zu machen.
Originelle Werbemaßnahmen
Bei manchen Diskotheken liegen am Ausgang Werbeaufkleber zum Mitnehmen
aus. Manchmal wird auch der Name der Diskothek auf den im Lokal
verwendeten Gläsern aufgedruckt. Solche Gläser sind gelegentlich
begehrte Sammelobjekte.
Technik
Die Musik wird mit Hilfe von aufwändigen Verstärkeranlagen
wiedergegeben und meist durch vielfältige Lichteffekte untermalt.
Die Klassiker sind einfache Lichtorgeln und Discokugeln (verspiegelte,
drehbare Kugeln an der Decke). Heute werden aber auch zunehmend
aufwändigere Lichttechniken wie Laserstrahlen eingesetzt. Sehr
beliebt sind auch Stroboskope für den "Zeitlupeneffekt".
Vermehrt werden darüber hinaus zunehmend rechnergesteuerte
Effektgeräte, wie sogenannte "Scanner" und Moving
Heads verwendet. Außerdem gibt es Diskotheken, in denen Teile
der Tanzfläche mit einer Hydraulik angehoben werden können.
Andere Diskotheken verfügen über Unterbodengebläse.
Ein besonderer Lichteffekt, der manchmal angewandt wird, ist der
so genannte "Pyroflash". Er besteht aus einer an der Decke
angebrachten Ladung, die unter hellem Licht und lautem Knall verbrennt.
Daneben verfügen manche Diskotheken über Sonderausstattungen
wie beispielsweise Konfettischleudern. Häufig sind Schwarzlichtlampen,
die Licht an der Grenze zwischen sichtbarem und UV-Licht aussenden.
Durch dieses Licht werden z. B. weiße Kleidung und Gegenstände,
die fluoreszierende Pigmente enthalten, zum Leuchten angeregt.
Sonderveranstaltungen
In vielen Diskotheken werden zur Unterhaltung der Besucher regelmäßig
wechselnde Sonderveranstaltungen durchgeführt. Dabei wird die
Tanzfläche beispielsweise vorübergehend mit Schaum ("Schaumparty"),
Popcorn ("Popcornparty"), Federn ("Federparty")
oder ähnlichem bedeckt. Außerdem werden gelegentlich
besondere Tanzvorführungen oder Striptease-Shows angeboten,
die meist durch professionelle Go-Go-Tänzer aufgeführt
werden. Die Stimmung wird außerdem durch Trink- und Partyspiele
angeheizt, bei denen einzelne Gäste der Diskothek durch einen
Moderator mit in das Geschehen einbezogen werden. Viele dieser Spiele
beinhalten das wettkampfmäßige Trinken alkoholischer
Getränke oder haben eine erotische Komponente (beispielsweise
Miss-Wahlen, bei denen die Teilnehmerinnen dazu ermutigt werden,
ihre Brüste zu entblößen oder sich sogar komplett
zu entkleiden). Auch Hypnoseshows werden gelegentlich angeboten.
Üblich sind auch bestimmte Tage, an denen allgemein niedrigere
Getränkepreise oder freier Eintritt gelten ("50-Cent Party",
"Ladies' Night").
Eintrittspreis
Der Besuch einer Diskothek ist im Regelfall kostenpflichtig. In
vielen Diskotheken erhält der Gast nach Zahlung des Entgelts
einen Stempelabdruck auf den Arm. Dieser kann ggf. auch mit Hilfe
einer Spezialfarbe erfolgen, die nur unter UV-Licht sichtbar gemacht
werden kann. Dieser Stempel, der am Eingang vom Türsteher kontrolliert
wird, berechtigt zum wiederholten Betreten des Lokals, ohne erneuten
Eintritt zahlen zu müssen. In manchen Diskotheken werden Getränke,
Garderobe und andere Dienstleistungen nicht bar am Tresen, sondern
mit Hilfe von Zahlkarten bezahlt. Meist sind dies Chip- oder Magnetkarten,
gelegentlich auch Pappkarten, die der Besucher am Eingang erhält.
Beim Verlassen des Lokals zahlt er dann seine Getränke an einer
Zentralkasse. Da alle Gäste beim Verlassen des Lokals zahlen
müssen, ist zum Betriebsschluss in solchen Lokalen oft mit
längeren Wartezeiten zu rechnen.
Getränke/Speisen
In jeder Diskothek können die üblichen alkoholischen und
alkoholfreien Getränke am Tresen gekauft werden, wobei die
Bezahlung entweder mit Bargeld oder durch einen Vermerk auf der
Zahlkarte (siehe oben) und anschließender Zahlung beim Verlassen
des Lokals erfolgt. Häufig ist im Eintrittspreis schon ein
Getränk enthalten. Zahlreiche größere Diskotheken
verfügen auch über eine Pizzeria und gelegentlich auch
über ein Speiserestaurant, welches von der Tanzfläche
durch eine schalldichte Trennwand abgetrennt ist. Bei Diskotheken
ohne eigene Speisegastronomie findet man manchmal unmittelbar neben
dem Lokal einen Imbissstand. Gelegentlich werden - insbesondere
bei besonderen Anlässen - auch Partyartikel wie Leuchtstäbe
verkauft.
Probleme und Konflikte
Vor allem im Umfeld von großen Diskotheken kommt es immer
wieder zu Konflikten. Der hohe Alkoholisierungsgrad der Gäste
führt oft zu Streitigkeiten, die nicht selten mit Gewaltanwendung
ausgetragen werden. Vor und nach Discobesuchen passieren außerdem
immer wieder Verkehrsunfälle, viele von ihnen mit tödlichem
Ausgang ("Disco-Unfälle"). Die Ursachen sind oft
Alkohol- oder Drogenmissbrauch, Übermüdung oder eine riskante
Fahrweise, mit denen der Fahrzeuglenker anderen imponieren möchte.
Ein großes Problem für Diskothekenbetreiber stellt auch
der Konsum von Betäubungsmitteln dar. Da es nahezu unmöglich
ist, das Einbringen solcher Substanzen in die Diskothek zu verhindern
und ihre Einnahme, insbesondere in Toilettenkabinen, zu unterbinden,
kommt es in Diskotheken immer wieder zu illegalem Drogenkonsum.
Besonders beliebt sind Wirkstoffe mit aufputschender, enthemmender
oder leistungssteigernder Wirkung. Zahlreiche Diskotheken mussten
in Folge von Drogenrazzien der Polizei schließen. In manchen
Regionen wird der Betrieb von größeren Diskotheken aus
diesem Grund behördlicherseits grundsätzlich nicht mehr
genehmigt.
Diskothekenbetreiber und Behörden geraten außerdem oft
in Konflikt hinsichtlich der Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen.
Bei stichprobenartigen Polizeikontrollen werden in Diskotheken immer
wieder Minderjährige angetroffen, obwohl sie das Lokal eigentlich
bereits zu einer früheren Uhrzeit hätten verlassen müssen.
Auch Verstöße gegen die gesetzlichen Beschränkungen
des Alkoholausschanks an Jugendliche werden regelmäßig
festgestellt. Aus diesem Grund müssen an der Tür zahlreicher
Diskotheken Besucher, die sehr jung aussehen, ihren Ausweis zeigen.
Da aber nicht unbedingt jeder Minderjähriger als solcher zu
erkennen ist und man nicht von jeden Gast verlangen möchte,
den Ausweis zu zeigen, lässt sich dies kaum verhindern.
Konfliktpotenzial besteht auch zwischen Diskothekenbetreibern und
Anwohnern, die sich über nächtliche Ruhestörung und
die Folgen des zusätzlichen Verkehrsaufkommens rund um die
Diskothek beschweren.
Unglücksfälle
* 1990 stürzte in einer Diskothek in Bilboa eine Bühne
ein, 13 Verletzte
* 1997 brannte in Goetheborg eine Diskothek aus, über 60 Tote
* 1999 brannte in den USA bei Pittsburg eine Diskothek aus, mehrere
Tote
* 2001: Feuer bei einer Popcornparty, mehrere Tote
* 2001: In einer Stuttgarter Diskothek stürzt eine Bühne
um, mehrere Verletzte
* 2004: Brand in einer Diskothek in Buenos Aires (Argentinien):
190 Tote
Rekorde
* Kleinste Diskothek: Miniscule of Sound
* Kleinste Discothek Deutschlands: Club Vabs
Quelle: Diskothek de.wikipedia.org/wiki/Diskothek